Pinkus Tulim: Jo Raketen-Po – gelesen von Christoph Maria Herbst

 

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Jonathan Vogel sorgt schon als Wickelkind mächtig für Wirbel: Er pupst, dass die Wände wackeln, und er bringt seinen Vater Bernhard, der im Bürgermeisteramt der sauberen und ordentlichen Stadt Blähingen arbeitet, in ziemliche Schwierigkeiten.

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Bald hat es fast jeder in Blähingen auf Jonathan abgesehen: Er ist die Schande der Stadt. Nur seine Mutter Arabella hält zu ihm. Als Jonathan in die Schule kommt, wird sein Leben so richtig unangenehm.

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Die Lehrer an der Grundschule Blähingen: Direktor Eisenbart, Sportlehrer Würgel und Frau Gift und Frau Galle, setzen alles daran, Jonathan zu schikanieren. Und einige seiner Mitschüler: Schlegefred Kloß, Filibert Schnitzel und Bosko Panzer – die ganz zufällig die Söhne des Bürgermeisters, des Stadtdirektors und des obersten Abfalleimer-Beauftragten der Stadt Blähingen sind – quälen ihn, wo sie nur können.

Jo Raketen-Po - Bild 4

Dabei ist Jonathans Mords-Pupserei nichts anderes als Ausdruck einer hochsensiblen Persönlichkeit. Jonathan – das hat der berühmte Arzt Dr. Flatatul Bum herausgefunden – reagiert höchst empfindlich auf einen Stoff, den Nervensägen, Besserwisser und Quälgeister in großen Mengen absondern: Klugscheiße. Jonathan verwandelt Klugscheiße (der wissenschaftliche Begriff dafür lautet „cackao prudentium“) in heiße Luft. Wenn Jonathan so richtig unter Klugsch… - ups – cackao prudentium zu leiden hat, geht er ab wie eine Rakete.
Genau dies rettet ihn eines Tages vor weiteren Nachstellungen an der fürchterlichen Schule von Blähingen – und das kommt so: Jonathan findet an der Schule eine Freundin. Die heißt Charlotte Zindelmann-Selbach, nennt sich Scha Scha Zinsel, und hat dasselbe Problem wie er.

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Wenn Charlotte pupsen muss, geht sie zwar nicht ab wie eine Rakete, aber sie kann Geräusche erzeugen, die wahlweise an Dampfloks, Flugzeuge, Hubschrauber oder an den mit Megafon herumbrüllenden Schuldirektor erinnern. Mit dieser Kunst bringt Charlotte alle gegen sich und Jonathan auf. Die Schule entscheidet, die beiden Plagegeister einzufangen und vom Amt für Seuchen, Pilzbefall, Faulgase und ansteckende Tierkrankheiten in Quarantäne stecken zu lassen. Doch Jo und Scha Scha flüchten mithilfe eines gigantischen Raketen-Pupses, den Jonathan lässt. Kurz bevor sie auf die Erdumlaufbahn geraten, landen sie in einem Fesselballon. Dessen Kapitän – ein freundlicher Herr namens Wendelinus Sprüngli – nimmt sie mit auf die Reise.

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Nach vielen Tagen erreichen sie die Insel Popolonien, auf der lauter Menschen leben, die köstlichst pupsen können. Auf Popolonien aber ist das Pupsen keine Krankheit, sondern große Kunst. Jonathan und Scha Scha lernen den König der Insel kennen: Birlibitz Bum III.

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Dieser gibt für seine kleinen Gäste ein großes Fest – und während der Feierlichkeiten stellt sich heraus, dass Dr. Flatatul Bum, der Arzt, der Jonathans Pupskunst medizinisch so schön erklären konnte, der Bruder des Königs ist. Birlibitz Bum ahnt auch, wie sehr Jonathan seine Mutter vermisst und wie sehr Jonathan unter den fiesen Blähingern leidet. So schmiedet Birlibitz Bum einen Plan. Jonathan und Scha Scha werden in die Riege der popolonischen Nationalpupser aufgenommen. Birlibitz Bum kündigt ein großes Sommerfest mit Spezialgästen an – und Jonathan und Scha Scha üben eine artistische Kunstpups-Nummer für diesen Tag ein. Als es soweit ist, stellt Jonathan fest, dass der König es geschafft hat, die Schüler und Lehrer der Grundschule von Blähingen nach Popolonien einzuladen. Außerdem den Bürgermeister, den Stadtdirektor und den obersten Abfalleimer-Beauftragen nebst ihren Familien. Auch Jonathans Mutter und Vater sind gekommen.
Ja, und dann geht’s so richtig los:

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Über die weiteren Abenteuer der Geschichte – und wie es ausgeht, sei nur noch soviel verraten:

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Viel Spaß – Pinkus Tulim